Donnerstag, 28. Februar 2013

Ode "An die Taube"

Taube, die Du mit sanftgrauem Gefieder die Himmel durchmisst, eilend, schwebend,
Taube, die Du uns mit Deinem Gurren erfreust, turtelnd durch die Welt sich bewegend,
Taube, die Du anmutig pickend und nach Nahrung suchend die Städte bevölkerst,
Taube, die Du die Älteren, die Einsamen, durch Deine Anwesenheit labst –
Taube, die Du mein armes Auto als Abort verwendet hast,
Taube – ich kriege Dich!

Taube, ich werde Dich rupfen, ausnehmen und mit zartem Speck umwickeln, damit Deine Brüstchen nicht austrocknen,

Taube, ich werde Dir Gesellschaft durch Rosmarin, Olivenöl, Zwiebeln und Knoblauch leisten lassen

Taube, ich werde eine Flasche Côtes du Rhône öffnen, damit mir nicht so einsam wird, 

Während Du bei 180 Grad im Backofen schwitzt, bis Du saftig und gar bist und sich Dein Brüstchen zart bräunt.

Denn, Taube, Rache ist ein Gericht, das heiß genossen werden will, damit Du Dir merkest - für immer-, mein Fahrzeug sei kein Abort.


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