Wir hechelten weiter durch die Welt der Bösen und Diktatoren, über Pinochet (übrigens auch ein 11. September) zu Ahmadinedschad und über eine Betrachtung weiterer Sympathieträger der Weltgeschichte schließlich hin zum "Arabischen Frühling" - um dann dann scharf links abzubiegen, denn: Che und Fidel - das seien keine Diktatoren, schließlich hätten sie das Kubanische Volk von Batista befreit (ein Handlanger der USA übrigens), Gesundheitsversorgung für alle gebracht und Kuba hätte jetzt das beste Gesundheitssystem in Lateinamerika.
Mir drängt sich nun die Frage auf, ob die politische Opposition auf Kuba, die vom Geheimdienst verhafteten, internierten und drangsalierten das wohl genauso sehen würden. Adorno schrieb einmal, es gäbe kein richtiges Leben im falschen. Und das gilt auch für "gute Diktatoren" - bei allem guten Willen. Ita est.
(Adorno, Minima Moralia: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“)