Ich hatte eine unbeschwerte, glückliche Kindheit mit allen üblichen Höhen und Tiefen. Eine normale Kindheit eben.
Die meiste Zeit meiner Kindheit und frühen Jugend verbrachte ich mit meinen Freunden draußen, im Wald, an oder in Flüssen und Bächen, eben an Orten, die man heute als Naturparadiese bezeichnen würde.
In meiner Stadt gibt es eine schöne Altstadt und ein Schloss der Wittelsbacher und meine Stadt war und ist auch ein Ort, in dem es viele bekannte Maler, Grafiker und andere Künstler gab. Eine Künstlerkolonie.
Und doch gibt es dort einen Ort, der so dunkel ist, dass ich ihn zwar immer wieder besucht, aber es über 40 Jahre nicht geschafft habe, ihn einzufangen.
Aber wahrscheinlich kann man ihn auch nicht fassen. Und nicht einfangen. Er ist ein Symbol und Mahnmal dafür, wie weit Menschen gehen. Es ist das "Herz der Finsternis".
Mein fotografischer Zuchtmeister pflegte oft zu sagen: Lass es gären, brodeln, kochen - bis es 'raus kommt. Für die Aufnahmen in diesem Buch musste es beinahe 40 Jahre brodeln und es brauchte viele Aufnahmen, bis die Zeit reif war.
Die Fotografien im "Prolog" entstanden im Mai 2023 mit einer analogen Olympus OM-4 und einem Zuiko 50mm 1,8 auf Kodak Portra 400. Alle anderen Fotografien wurden in den Jahren 2023 und 2024 mit der Leica S3 und Objektiven mit Brennweiten zwischen 24 und 120mm des selben Herstellers aufgenommen.






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